A-Lokus
A-Lokus

A-Lokus

Angebotspreis€49,00
SKU: 2700009

Das Agouti-Signalpeptid (ASIP) bzw. der A-Lokus ist für viele unterschiedliche Fellfarben und -muster bei Hunden verantwortlich. Spezifische Allelprodukte des A-Lokus können mit einem funktionellen MC1R interagieren und dadurch die Produktion von schwarzem Melanin (Eumelanin) beeinflussen. Hunde besitzen vier verschiedene ASIP-Genallele mit folgender Dominanzhierarchie: Ay > aw > at > a. Das bedeutet, dass das jeweils dominanteste vorhandene Allel exprimiert wird.

Gene am A-Lokus (Agouti) werden nur dann exprimiert, wenn ein Hund am K-Lokus kein KB-Allel trägt (Kombination KB/KB oder KB/n) und/oder am E-Lokus nicht die Kombination e/e vorliegt. Bei Hunden, die den A-Lokus exprimieren können, kann die Grundfarbe zusätzlich durch den B- oder D-Lokus modifiziert werden. Ein Hund mit dem Genotyp b/b am B-Lokus hat alle pigmentierten Bereiche von schwarz zu schokoladen-/leberbraun verändert (ein falbfarbener/sabler Hund (Ay) ist dann „Lebernase“, während ein at/at-Hund zusätzlich statt schwarz-loh eine schokoladen-lohfarbene Fellfarbe zeigt).

Das Ay-Allel ist das dominanteste Allel und bestimmt die falbfarbene (fawn) oder sable Fellfarbe. Ein Hund, der beide Ay-Allele trägt (homozygot Ay/Ay) oder Ay in Kombination mit aw, at oder a (Ay/aw, Ay/at oder Ay/a), ist immer falbfarben oder sable – vorausgesetzt, die Expression des A-Lokus ist durch E- und K-Lokus möglich.

Das Wildtyp-Allel aw steuert den Wechsel zwischen Eumelanin- und Pheomelanin-Synthese, sodass einzelne Haare von der Basis bis zur Spitze abwechselnd Eumelanin- und Pheomelanin-Abschnitte aufweisen. Dieser Phänotyp wird als Agouti (wolfsgrau oder wolfsfarben/wolf sable) bezeichnet. Gebänderte Haare finden sich meist entlang des dorsalen Rumpfbereichs. Ein Hund zeigt die Agouti-Farbe bei den Kombinationen aw/aw, aw/at oder aw/a – sofern die Expression des A-Lokus durch E- und K-Lokus möglich ist.

Das Allel at ist verantwortlich für den schwarz-lohfarbenen (black-and-tan) oder tricolor Phänotyp. Schwarz-lohfarbene Hunde sind grundsätzlich schwarz, mit braunem Pheomelanin an Bauchseite, Beinen, Wangen sowie als Punkte über den Augen (z. B. Dobermann). Tricolor-Hunde besitzen zusätzlich weiße Bereiche, die durch fehlende Pigmentierung in bestimmten Körperregionen entstehen (z. B. Rough Collie). Menge und Verteilung des Pheomelanins können zwischen einzelnen Hunden und zwischen Rassen variieren. Ein Hund mit zwei at-Allelen oder in der Kombination at/a ist schwarz-loh oder tricolor (sofern die Expression des A-Lokus durch E- und K-Lokus möglich ist).

Das Allel a ist das seltenste Allel des A-Lokus und verantwortlich für rezessiv schwarz oder den bicolor Phänotyp. Es kommt nur bei Schäferhund-Rassen vor und ist die einzige Ursache für den schwarzen Deutschen Schäferhund sowie den bicoloren Shetland Sheepdog. Da das Allel a das rezessivste Allel des A-Lokus ist, muss ein Hund zwei a-Allele tragen, um rezessiv schwarz auszubilden. Nachkommen erben dabei immer ein a-Allel. Falls ein Tier nicht schwarz gefärbt ist, zeigt das Ergebnis des Gentests, ob der Hund Träger des rezessiv schwarzen Allels ist.

Die Untersuchung des A-Lokus klärt, welche zwei der vier möglichen Allele vorhanden sind. Wie oben beschrieben, hängt die tatsächliche Ausprägung vom Status der E- und K-Loci ab.

Genotyp

Beschreibung

Ay/Ay:

Der Hund trägt zwei Kopien des dominanten Ay-Allels für falbfarben/sable; die Nachkommen erben immer ein Ay-Allel.

Ay/aw:

Der Hund trägt eine Kopie des Ay-Allels für falbfarben/sable und eine Kopie des Allels aw für den Agouti-Phänotyp; da Ay gegenüber aw dominant ist, kann falbfarben/sable exprimiert werden. Der Hund ist heterozygot mit einer Wahrscheinlichkeit von 50 %, dass die Nachkommen Ay erben, und 50 %, dass sie aw erben.

aw/aw:

Der Hund trägt zwei Kopien des dominanten aw-Allels für die Agouti-Fellfarbe; die Nachkommen erben immer ein aw-Allel.

aw/at:

Der Hund trägt eine Kopie des aw-Allels für Agouti und eine Kopie des at-Allels für den schwarz-lohfarbenen Phänotyp; da aw gegenüber at dominant ist, kann Agouti exprimiert werden. Der Hund ist heterozygot mit 50 % Wahrscheinlichkeit für aw und 50 % für at in der Vererbung.

aw/a:

Der Hund trägt eine Kopie des aw-Allels für Agouti und eine Kopie des Allels a für rezessiv schwarz; da aw gegenüber a dominant ist, kann Agouti exprimiert werden. Der Hund ist heterozygot mit 50 % Wahrscheinlichkeit, dass die Nachkommen aw erben, und 50 % Wahrscheinlichkeit, dass sie a erben.

at/a:

Der Hund trägt eine Kopie des at-Allels und eine Kopie des Allels a für rezessiv schwarz; da at gegenüber a dominant ist, kann schwarz-loh exprimiert werden. Der Hund ist heterozygot mit 50 % Wahrscheinlichkeit für at und 50 % für a in der Vererbung.

at/at:

Der Hund trägt zwei Kopien des at-Allels für die schwarz-lohfarbene Fellfarbe; der Hund ist homozygot für at und die Nachkommen erben immer ein at-Allel.

Ay/at:

Der Hund trägt eine Kopie des Ay-Allels für falbfarben/sable und eine Kopie des at-Allels für schwarz-loh oder tricolor; da Ay gegenüber at dominant ist, kann falbfarben/sable exprimiert werden. Der Hund ist heterozygot mit 50 % Wahrscheinlichkeit für Ay und 50 % für at in der Vererbung.

Ay/a:

Der Hund trägt eine Kopie des Ay-Allels für falbfarben/sable und eine Kopie des Allels a für rezessiv schwarz; da Ay gegenüber a dominant ist, kann falbfarben/sable exprimiert werden. Der Hund ist heterozygot mit 50 % Wahrscheinlichkeit, dass die Nachkommen Ay erben, und 50 % Wahrscheinlichkeit, dass sie a erben.

a/a:

Der Hund trägt zwei Kopien des rezessiven a-Allels; dadurch kann er eine schwarze oder bicolore Fellfarbe zeigen (rasseabhängig). Der Hund ist homozygot für a und die Nachkommen erben immer eine Kopie des a-Allels.

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